Vogerlfrei

Bild: Regina Pillgrab (ca. 30 x 40 cm, Technik: Gouache mit Aquarellkreiden und -stiften, teilweise Pastellkreide).
Bild: Regina Pillgrab (ca. 30 x 40 cm, Technik: Gouache mit Aquarellkreiden und -stiften, teilweise Pastellkreide).

 

Die Bilder der oö. Künstlerin Regina Pillgrab werden in nächster Zeit als Farbtupfer diesen Blog und unseren Alltag bereichern! Ich könnte sie stundenlang betrachten, sie verzaubern, faszinieren und machen genau das, was dieser Blog will: Color your life bright! Danke, Regina! Mehr über Regina in Kürze auf diesem Blog – mehr zu ihrem Angebot auf www.vogerlfrei.at.

 

Aussteigen für Anfänger – Einwandern im Südburgenland

Aussteigen für Anfänger„In den Medien hört man von einer Journalistin, die sich ein Jahr lang kein neues G’wand gekauft hat und darüber ein Buch geschrieben hat. Mit demselben Inhalt hätten wir jetzt schon mehrere Bücher zusammen“, schreibt Ingrid Weber in ihrem vor Kurzem erschienenen Buch Aussteigen für Anfänger – Einwandern im Südburgenland.

Ingrid, 1959 in Graz geboren, und ihr Mann Gerhard haben es gewagt: Sie haben 2007 ihre Jobs gekündigt, ihr Haus in Niederösterreich verkauft und sich im Südburgenland niedergelassen. Dort betreiben sie eine kleine Landwirtschaft mit Schafen, Hasen, Hühnern, Enten, Bienen und fallweise noch anderem Getier, bauen Gemüse an und versuchen, als Selbstversorger zu leben. In ihrem Buch beschreibt Ingrid Weber den nicht immer einfachen Weg dorthin: Von den landwirtschaftlichen Erfahrungen, die sie sich erst aneignen mussten, über die anstrengende körperliche Arbeit bis hin zu den vielen schönen Begegnungen mit den Menschen im Südburgenland, dem Leben fernab vom Großstadtlärm und -stress im Einklang mit der Natur.

Das Grundstein zum „anderen“ Leben war wohl schon lange gelegt – so schreibt die gelernte Übersetzerin und Englischlehrerin, dass ihr die Freizeit „immer wichtiger war als Geld“. Mit dem Aussteigen geliebäugelt hatten sie und ihr Partner, der als Maschinenbautechniker im Büro einer Wiener Herstellerfirma gearbeitet hatte und dem der Arbeitsstress zunehmend gesundheitliche Probleme bereitete, schon länger: Immer wieder hatten sie sich auf Reisen die Frage gestellt, wie es wohl wäre, für immer dort zu bleiben. Als die Pächter ihres Grundstücks im Burgenland, das aus Gerhards Familie stammt, plötzlich den Pachtvertrag kündigten, betrachteten die beiden das als „Wink des Schicksals“ und überlegten konkret, wie sie ihren Einstieg in ein neues Leben bewerkstelligen sollten. Ingrid Weber schildert unterhaltsam in einfacher Sprache, in die auch immer wieder der Dialekt einfließt, die verschiedenen Überlegungen, das Für und Wider, die Schwierigkeiten und die schönen Erlebnisse auf dem Weg zum eigenen Niedrigenergiehaus mit Landwirtschaft im Südburgenland.

Fazit: „Ich möcht’s nicht mehr anders haben, könnte mir einen Tages-/Jahresablauf ohne unsere Tiere nicht mehr vorstellen.“ Das Experiment bezeichnet sie als geglückt und die „Tatsache, dass wir beide dieselben Träume hatten und gemeinsam den Weg gehen wollten, ist sicher eines unserer offenen Erfolgsgeheimnisse“.

Ihre Erlebnisse rund ums neue Leben hält Ingrid Weber seit 2007 in ihrem Blog fest – nun ist ein Buch daraus entstanden.

Am Schluss des Buches zeichnet Weber die Geschichten einiger Menschen nach, die in der Gegend rund um Güssig den Einstieg in ein ruhigeres, selbstbestimmtes Leben gewagt haben. Das Südburgenland – eigentlich ein klassisches Auswandererland – scheint für derlei Sehnsüchte ein idealer Landeplatz zu sein.

Ingrid Weber: Aussteigen für Anfänger – Einwandern im Südburgenland. Novum Verlag, 2015. ISBN: 978-3-99038-816-7 

 

Dagmar und Joachim Genth: „Wir haben unsere eigene Nische entworfen…“

Alisseos-Hügel
Aussicht vom „Alisseos-Hügel“ (Foto: Dagmar Genth)

Ein Haus inmitten von Olivenhainen, am Mittelfinger des Südpeloponnes in der schroffen Landschaft der Mani, an einen Hügel geschmiegt, mit Blick auf das Meer, den blauen Himmel, den endlosen Horizont. Im Garten eine unüberschaubare Anzahl an Katzen und Hunden und ebenso viele Futternäpfe mit allerlei Fressbarem. Dahinter eine kleine Kapelle, Alisseos, dem Sonnengott, gewidmet. So wohnt die Familie Genth. Joachim, kurz Jogi, der Arzt aus Berufung, dem seine Freiheit über alles geht. Seine Frau Dagmar, die leidenschaftliche Fotografin, Tierschützerin und Improvisateurin des Alltags und Sohn Thimo, 19, der sein ganzes Leben in der Mani verbracht hat, ohne Sport nicht sein kann und Meeresbiologie studieren will. Dagmar und Jogi, beide aus Bonn, haben sich vor 25 Jahren in der Mani kennen und lieben gelernt. Dagmar: „Nach sechs Monaten bin ich ohne Überlegung und klare Pläne hierhergezogen.“ Jogi: „Wir lebten von der Hand in den Mund – und das war gut so. Den Verkauf von Olivenöl haben wir erst professionalisiert, als Thimo zur Welt kam.“ Als die Produktion immer professioneller wurde und der Kundenstock größer, brauchte das Öl einen Namen – und heißt seither wie der Name des Heiligen, dem die kleine Kapelle gewidmet ist: Alisseos. Die Genths sind in der Mani mittlerweile anerkannte Experten in Sachen Olivenöl und haben in Deutschland und Österreich einen treuen Kundenstock, der neben der hohen Qualität auch den persönlichen Bezug zur Mani und den Kontakt zu den Produzenten schätzt.

Joachim Genth
Joachim Genth: „Noch einmal aussteigen? Kein Problem! Ich klebe ja nicht. Und sollte ich doch an irgend etwas kleben, so weiß ich, dass es möglich ist, da wieder rauszukommen.“ (Foto: Dagmar Genth)

Jogi: „Aussteigen heißt frei sein!“

Er hatte das Medizinstudium abgeschlossen und stand mit Anfang 30 am Anfang einer vielversprechenden Universitätskarriere im Bereich der Neuropathologie. Dann der erste Bruch: „Als das Ziel einer Professur in einem hochinteressanten Bereich der Neurowissenschaften und Psychiatrie unmittelbar greifbar war, wollte ich nicht mehr. Mein Leben war zu diesem Zeitpunkt schon viel zu durchgeplant … das konnte ja wohl nicht alles sein! Also verließ ich die Uni, ich verließe meine Frau, öffnete mich einer neuen Liebe und war FREI!“ Er vagabundierte mit seinem selbst ausgebauten VW-Bus durch Europa, kehrte zwischendurch immer wieder nach Deutschland zurück, um mit Vertretungen in einer Allgemeinmedizinischen Praxis das nötige Geld zum Leben zu verdienen. Wobei er betont, aus Berufung Arzt geworden zu sein: „Das ist eine Art von Lebensauffassung und Lebensführung – kein Job, kein Beruf wie jeder andere. Und es hat auch mit Geld nichts zu tun!“ Was der inzwischen 70jährige auch jetzt noch lebt: Als die Wirtschaftskrise in Griechenland ihren Höhepunkt erreichte, hat er gemeinsam mit Kollegen ein medizinisches Hilfsprojekt für Mittellose auf die Beine gestellt. Und selbstverständlich ist er für alle da, die einen Arzt brauchen – Einheimische wie Touristen. Ohne Kassenvertrag, ohne Ordination und ohne Honorar.

Ob er das Aussteigen jemals bereut hat? „Nein. Zu keinem einzigen Zeitpunkt, selbst, als es mir einmal nicht gut ging, wäre ich nie zurückgegangen. Das Risiko zu scheitern auf meinem Weg habe ich in Kauf genommen.“

Das Projekt Alisseos ist allerdings weit davon entfernt: Das Olivenöl genügt höchsten Qualitäts- und Geschmacksansprüchen. Die Genths haben sich nicht nur intensiv mit biologischer Landwirtschaft auseinandergesetzt, sie legen auch Wert darauf, dass ihre Oliven schonend von Hand geerntet werden und in modernen, biozertifizierten Ölmühlen gepresst werden. „Ich habe alles, was ich gemacht habe, immer mit großer Freude gemacht – das Meiste habe ich mit großem Interesse und großer Energie gemacht“, sagt Jogi. Olivenbauer aus Leidenschaft, könnte man also annehmen. Jogi verneint: „Ich bin kein Bauer, und die Oliven und der Olivenbaum reizen mich nicht mehr als jeder andere Baum! Im Grunde meiner Existenz bin ich ein Vagabund!“

Dagmar Genth
Dagmar Genth: „Aussteigen heißt für mich, voll und ganz mit Neugierde einzusteigen – sich auf etwas Neues komplett, kindlich, frei einzulassen und das Leben spannend zu finden“. (Foto: Thimo Genth)

Dagmar: „Sich Sorgen zu machen ist Mentalitätssache“

Wer in der Mani urlaubt und dort zufällig Dagmar Genth begegnet, riskiert, mit einem Hundebaby am Schoss zurück in die Heimat zu fliegen. Dagmar engagiert sich nämlich in einem Tierschutzverein und sucht immer wieder Freiwillige, die ihre Schützlinge mit nach Deutschland oder Österreich nehmen, um sie dort ihren neuen Besitzern zu übergeben. Sämtliche Fragen von der Finanzierung des Flugtickets über notwendige tierärztliche Atteste bis hin zum Ort der Übergabe hat sie selbstverständlich bereits gelöst.

Einfach tun, was zu tun ist – das charakterisiert Dagmar Genth vielleicht am besten. So habe sie sich keineswegs bewusst dafür entschieden, Olivenbäuerin zu sein – sie sei in diese Rolle „nur reingewachsen – indem ich das tat, was so jeden Tag erforderlich war – erst aus Neugier, dann mit mehr Know how, auch aus Empathie!“

Leben, wo andere Urlaub machen.
Leben, wo andere Urlaub machen. (Foto: Dagmar Genth)

Vielleicht aus derselben Motivation heraus hat sie schon vorher vieles ausprobiert: Sie hat über Jahre in der Altenpflege gearbeitet nach einem „hochspannenden“ Sozialen Jahr in der Psychatrie, hat mit viel Euphorie vergleichende Literaturwissenschaft studiert, immer wieder Aushilfsjobs angenommen und schließlich als Fotografin gearbeitet.  Auch die Fotografie hätte ein Weg für sie sein können, meint sie. Und bedauert, für die Umsetzung vieler Ideen jetzt zu wenig Zeit zu haben – das sei unbefriedigend. Wobei Dagmar immer noch mit fotografischem Blick durchs Leben geht, was unter anderem für die Vermarktung des Olivenöls von Vorteil ist. Olivenbäuerin zu sein ist kein Job sondern eine Lebensform, meint Dagmar, denn die Aufgaben seien vielfältig und die täglichen Herausforderungen groß – vor allem deshalb, „weil man sehr flexibel sein muss: es gibt immer wieder Überraschungen – positive wie negative!“ Aber: „Sich Sorgen zu machen ist Mentalitätssache – Sorgen kann man sich auch machen, wenn man wohlversorgt ist. Oft sind Einschränkungen notwendig, wir nehmen sie aber nicht als solche wahr. Wir sind umgeben von Menschen, die schon immer ohne viel Rückversicherung oder Rücklagen haben leben müssen. Einschränkung bedeutet nicht den Abstieg auf der sozialen Leiter, sondern ist einfach mit der Hoffnung verbunden, dass wieder bessere Zeiten kommen.“ So wirft die Olivenöl-Produktion erst seit kurzem einen bescheidenden Gewinn ab – das Geld zum Leben kam lange Zeit von Nebenjobs aus Joachims Praxisvertretungen und Dagmars Foto-Arbeiten. Bereut hat sie die Entscheidung für das Leben, das sie jetzt führt aber nie. „Wir haben uns nicht in eine fertige Nische verdrückt – wir haben unsere eigene entworfen – mit einem Risiko, das anderen hoch erscheinen mag!“


Alisseos:

Hohe Ansprüche an Qualität und Geschmack
Hohe Ansprüche an Qualität und Geschmack (Foto: Dagmar Genth)

Seit 1990 betreiben Dagmar und Joachim Genth den Familienbetrieb Alisseos. Auf ihrem Olivenhain in der Mani kultivieren sie rund 500 Olivenbäume der Sorte Koroneiki, einer der ältesten Olivenbaumrassen der Welt. Neben den täglichen Anforderungen, die der Betrieb mit sich bringt, kümmert sich Dagmar um die Organisation und das Marketing. Joachim erledigt den Baumschnitt, gibt der Erntemannschaft das Tempo vor und genießt den fachlichen Austausch mit anderen Bauern und Olivenmühlbesitzern. Mit rund 12-14 Tonnen Olivenöl jährlich ist Alisseos am Limit dessen angelangt, was die Genths zu zweit vermarkten und organisieren können und was in dieser Qualität in ihrer Umgebung produzierbar ist. Zusätzlich zum eigenen Öl wird bei Alisseos auch Olivenöl zugekauft. Sowohl angekauftes als auch das eigene Öl müssen hohe Anforderungen an die Qualität und den Geschmack erfüllen. Neben Jahrgangs-Olivenöl verkaufen die Genths auch andere hochwertige Lebensmittel aus der Mani. Vertrieben werden die Produkte via Internet, durch Joachim Genth persönlich sowie Freunde, die kleine Abhollager betreiben. Mehr Info: www.alisseos.de.

 

Soll ich, soll ich nicht …

Entscheidungshelfer von Dr. P. Lacebo
Entscheidungshelfer von Dr. P. Lacebo

Eine Entscheidung zu treffen fällt oft schwer. Selten spricht ja alles für eine Sache und nichts dagegen. Meist gibt es Für und Wider. Es hat seine Gründe, warum man sich plötzlich in der Situation befindet, eine Entscheidung treffen zu wollen oder müssen. Oft ist es die Umgebung, die einen bestärkt, oder – im Gegenteil – immer wieder zum Zweifeln bringt, ob die Entscheidung wirklich die richtige sei. Beides kann nützlich sein: Bestärken, weil man es sich ohnehin nicht einfach macht und vielleicht noch den einen oder anderen Schubs von außen braucht. Kritik und Dagegenreden, weil der Blick von außen vielleicht auch Nachteile mit einbringt, auf die man selbst nicht gekommen wäre. So ist man gezwungen, noch weiter zu überlegen, Für und Wider abzuwägen … Keine einfache Phase. Manchmal hilft auch ein gutes Coaching, sich darüber klar zu werden, was man wirklich will, und ob man bereit ist, sich mit allen Risiken darauf einzulassen. Das ist notwendig, um die nächste Phase genießen zu können: Die Entscheidung ist getroffen, die Richtung ist wieder klar, man kann auf ein neues Ziel fokussieren.

Von Zick-Zack-Lebensläufen und erfolgreichen Ideen

Dass Lebensläufe nicht immer einen roten Faden brauchen und Träume es manchmal in die Realität schaffen, zeigen die Geschäftsideen einiger Leute, die Teresa Schaur-Wünsch in der heutigen Sonntagspresse portraitiert. Mehr …

In die Natur gehen und klar sehen

Wann immer ein Problem unlösbar erscheint, die Gedanken durcheinander schwirren oder einfach alles unklar ist, kann ein ausgedehnter Spaziergang Wunder wirken. Einfach losmarschieren, das eigene Tempo finden. Gibt es eine konkrete Frage, so kann es helfen, die Gedanken immer wieder zu dieser Frage zu bringen. Nach dem Spaziergang gibt es vielleicht noch keine Lösung, aber garantiert mehr Klarheit.

Abstrakte Jobs

Abstrakte Berufe
Abstrakte Berufe

Die 13jährige sitzt am Boden, mehrere Karriere-Seiten aus der aktuellen Samstagszeitung vor sich liegen. Für den Deutschunterricht soll sie ein Bewerbungsschreiben inklusive Lebenslauf verfassen. Produkt-Manager, Assistent der Geschäftsleitung, IT-Sachverständige, Art Director, HR-Manager, Head of Controlling … sie ist ratlos. Kaum eine ausgeschriebene Stelle, unter der sie sich etwas vorstellen kann. Früher war das einfacher: Köchin, Bäuerin, Ärztin, Bäcker, Mechanikerin, Frisör … klar, diese Berufsbilder gibt es noch. Plus viele neue, unter denen sich Teenager nicht viel vorstellen können. Zehn bis 15 Jahre später arbeiten sie vielleicht in einem dieser Jobs.

Passen Sie Ihre Karriereziele an!

Passen Sie Ihr Karriereziel an!
Passen Sie Ihr Karriereziel an!

„Sehr geehrter Herr B. …“, hieß es im Newsletter eines bekannten österreichischen Karriere-Portals an den Job suchenden B., „Leider entspricht im Moment keine der Stellen Ihren Karrierezielen. Bitte passen Sie diese an…“

Klar: Wenn die persönlichen Ziele nicht mit den Angeboten übereinstimmen, muss man irgendetwas ändern. Müssen das die persönlichen Ziele sein? Wohl eher ja, denn auf die Angebote hat man ja kaum Einfluss. Oder doch? Vielleicht wissen die Anbieter ja gar nicht, was sie wollen könnten? Vielleicht muss man sie über das persönliche Angebot gezielt informieren? Es ihnen schmackhaft machen? Marketing betreiben? Selbstmarketing? Irgendwie peinlich!? Weil man nicht dahintersteht? Dann sollte man seine (Karriere-)Ziele tatsächlich überdenken. Aber nur dann!

Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre …

Schlagzeuger ohne Schlagzeug und Proberaum? Kein Problem für diesen Musiker...
Schlagzeuger ohne Schlagzeug und Proberaum? Kein Problem für diesen Musiker…

“Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich ein Buch schreiben.” Wenn ich mir eine Auszeit nehmen könnte, hätte ich tausend gute Geschäftsideen.” “Wenn jeden Tag die Sonne schiene,  wäre ich viel besser gelaunt.” “Wenn ich nicht ins Büro müsste, würde ich viel mehr Sport machen, gesünder essen, überhaupt einen gesünderen Lebensstil haben, gertenschlank sein!” “Wenn nur, ja wenn …?“

Tatsache ist: Es gibt Leute, die schreiben ihr Buch, auch wenn sie wenig Zeit haben. Es gibt Leute, die haben eine gute Geschäftsidee, auch wenn sie sich keine Auszeit nehmen. Es gibt Leute, die sind meist gut gelaunt, auch wenn nicht jeden Tag die Sonne scheint. Und es gibt Leute, die jeden Tag ins Büro gehen und trotzdem sportlich und schlank sind, gesund essen, einen gesunden Lebensstil haben.

Also, Schluss mit den Ausreden. Wenn man etwas wirklich will, findet man Wege, um es zu erreichen.

Vielleicht hilft folgendes Gedankenspiel zum ersten Schritt in die richtige Richtung:

„Wenn ich nicht jeden Abend vor dem Fernseher einschlafen würde, hätte ich Zeit für …“

„Wenn ich die Mittagspause dazu nützen würde, ins Freie zu gehen, eine halbe Stunde zügig zu marschieren und die Gedanken fliegen zu lassen oder ziellos durch die Stadt schlendern und sich an dem zu freuen, was ich sehe, würde ich …“

„Wenn ich nicht nur den Terminkalender, sondern auch die Bedürfnisse meines Körpers und meines Herzens ernst nehmen würde, wäre ich …“