Mitten drin im Malen

Die Katze - irgendwie mag ich sie!
Irgendwie mag ich sie!

„ Welches Tier passt zu deiner heutigen Stimmung? Wie geht es dir? Ziehe eine Karte und wähle ein Thema! Und dann: Male!“ In der Maltherapiegruppe im Atelier Vogerlfrei in Linz sind an diesem Abend nur drei Teilnehmerinnen, ich bin eine davon. Anfangs ein bisschen skeptisch – „Brauche ich eine Therapie?“ – ,  bald mitten drin im Malen. Mein Tier ist die Katze. Die Karte, die ich gezogen habe, sagt mir, dass ich Ja zum Leben sagen soll, dann sagt das Leben auch ja zu mir. Gut, damit kann ich etwas anfangen… Und los geht’s: Zuerst ein Hintergrund. Wo soll die Katze hin? Und wie malt man überhaupt eine Katze? Eine schüchterne Skizze, dann ein Versuch. Irgendwie hapert’s beim Übergang vom Kopf zum Körper. Regina, die die Gruppe leitet, macht am Boden die Katzenhaltung nach. Irgendetwas stimmt immer noch nicht. Ein Bild und ein paar Tipps von Regina helfen schließlich, die Katze aus der Perspektive halbwegs hinzukriegen. Zum Abschluss eine Gesprächsrunde, die Teilnehmerinnen stellen ihre Bilder vor. Faszinierend, was sie zu Papier gebracht haben. Regina fragt hin und wieder nach. Sanft bringt sie einen dazu, zu erkennen, was einen beschäftigt, was vielleicht näher betrachtet werden sollte. Meine Katze sieht mir angeblich ähnlich, meinen die anderen. Aha!? Das finde ich zwar nicht, aber irgendwie mag ich sie. Zumindest so sehr, dass ich sie mit nach Hause genommen habe und sie manchmal betrachte. Regina hat recht: „Malen lässt den Geist zur Ruhe kommen.“ Und bringt einen ein Stück näher zu sich selbst, möchte ich ergänzen.

Verdichtung des Klangs – Eche Wregg

Verdichtung des Klangs (©Eche Wregg)
Verdichtung des Klangs (©Eche Wregg)

 

„Verdichtung des Klangs“ ist der Titel dieses Bildes der Linzer Künstlerin Eche Wregg: „Die Titel meiner Bilder lassen wie die Motive selbst für die Betrachter vieles offen – je nachdem, was sie selbst an Erfahrungen und Erlebnissen mitbringen.“ Mehr über Eche demnächst auf diesem Blog!

Beim Malen kommt der Geist zur Ruhe

Farben
Farben

„Malen ermöglicht es, Druck abzulassen, den Geist zur Ruhe kommen zu lassen“, sagt Regina Pillgrab, die in ihrem Atelier Vogelfrei im Zentrum von Linz malt und auch diverse Kurse veranstaltet. Das stimmt, stelle ich nach einem Abend in der freien Malgruppe fest. Anfangs war ich skeptisch: Ich und malen? Ich bin auf Worte fixiert, und die sollen bitte über die Tastatur raus. Meine Handschrift ist grauenhaft, unlesbar, und nach drei Zeilen bekomme ich einen Krampf in der Hand. Malen … nun ja, außer hin und wieder Kritzi-Kratzi an die Ränder von irgendwelchen Unterlagen, das der Langeweile entspringt oder dem Bedürfnis, die Hände irgendwie zu beschäftigen, ist

Malen befreit!
Malen befreit – die Tochter und mich!

malerisch noch nicht viel herausgekommen bei mir. Umso spannender der Abend, zu dem mich Regina eingeladen hat. Eine Aufwärm-Übung nimmt einem den Respekt vor dem leeren weißen Blatt. Nun schon wesentlich entspannter geht’s los mit dem eigenen Bild. Und siehe da – es fließt. Gouache, Acryl, Wachsmalstifte,

Pastellkreiden … so eine Fülle von Farben, am liebsten möchte man alles ausprobieren! Die Gedanken sind ganz bei der Sache und die Hände freuen sich, auch einmal etwas gestalten zu dürfen (das tun sie sonst eher beim Kochen). Fazit nach eineinhalb Stunden: Ein paar weiße Blätter sind nun farbig, ich bin entspannt, gut gelaunt und neugierig geworden auf Reginas Maltherapie-Stunde.

Vogerlfrei

Bild: Regina Pillgrab (ca. 30 x 40 cm, Technik: Gouache mit Aquarellkreiden und -stiften, teilweise Pastellkreide).
Bild: Regina Pillgrab (ca. 30 x 40 cm, Technik: Gouache mit Aquarellkreiden und -stiften, teilweise Pastellkreide).

 

Die Bilder der oö. Künstlerin Regina Pillgrab werden in nächster Zeit als Farbtupfer diesen Blog und unseren Alltag bereichern! Ich könnte sie stundenlang betrachten, sie verzaubern, faszinieren und machen genau das, was dieser Blog will: Color your life bright! Danke, Regina! Mehr über Regina in Kürze auf diesem Blog – mehr zu ihrem Angebot auf www.vogerlfrei.at.

 

Soll ich, soll ich nicht …

Entscheidungshelfer von Dr. P. Lacebo
Entscheidungshelfer von Dr. P. Lacebo

Eine Entscheidung zu treffen fällt oft schwer. Selten spricht ja alles für eine Sache und nichts dagegen. Meist gibt es Für und Wider. Es hat seine Gründe, warum man sich plötzlich in der Situation befindet, eine Entscheidung treffen zu wollen oder müssen. Oft ist es die Umgebung, die einen bestärkt, oder – im Gegenteil – immer wieder zum Zweifeln bringt, ob die Entscheidung wirklich die richtige sei. Beides kann nützlich sein: Bestärken, weil man es sich ohnehin nicht einfach macht und vielleicht noch den einen oder anderen Schubs von außen braucht. Kritik und Dagegenreden, weil der Blick von außen vielleicht auch Nachteile mit einbringt, auf die man selbst nicht gekommen wäre. So ist man gezwungen, noch weiter zu überlegen, Für und Wider abzuwägen … Keine einfache Phase. Manchmal hilft auch ein gutes Coaching, sich darüber klar zu werden, was man wirklich will, und ob man bereit ist, sich mit allen Risiken darauf einzulassen. Das ist notwendig, um die nächste Phase genießen zu können: Die Entscheidung ist getroffen, die Richtung ist wieder klar, man kann auf ein neues Ziel fokussieren.

In die Natur gehen und klar sehen

Wann immer ein Problem unlösbar erscheint, die Gedanken durcheinander schwirren oder einfach alles unklar ist, kann ein ausgedehnter Spaziergang Wunder wirken. Einfach losmarschieren, das eigene Tempo finden. Gibt es eine konkrete Frage, so kann es helfen, die Gedanken immer wieder zu dieser Frage zu bringen. Nach dem Spaziergang gibt es vielleicht noch keine Lösung, aber garantiert mehr Klarheit.

Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre …

Schlagzeuger ohne Schlagzeug und Proberaum? Kein Problem für diesen Musiker...
Schlagzeuger ohne Schlagzeug und Proberaum? Kein Problem für diesen Musiker…

“Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich ein Buch schreiben.” Wenn ich mir eine Auszeit nehmen könnte, hätte ich tausend gute Geschäftsideen.” “Wenn jeden Tag die Sonne schiene,  wäre ich viel besser gelaunt.” “Wenn ich nicht ins Büro müsste, würde ich viel mehr Sport machen, gesünder essen, überhaupt einen gesünderen Lebensstil haben, gertenschlank sein!” “Wenn nur, ja wenn …?“

Tatsache ist: Es gibt Leute, die schreiben ihr Buch, auch wenn sie wenig Zeit haben. Es gibt Leute, die haben eine gute Geschäftsidee, auch wenn sie sich keine Auszeit nehmen. Es gibt Leute, die sind meist gut gelaunt, auch wenn nicht jeden Tag die Sonne scheint. Und es gibt Leute, die jeden Tag ins Büro gehen und trotzdem sportlich und schlank sind, gesund essen, einen gesunden Lebensstil haben.

Also, Schluss mit den Ausreden. Wenn man etwas wirklich will, findet man Wege, um es zu erreichen.

Vielleicht hilft folgendes Gedankenspiel zum ersten Schritt in die richtige Richtung:

„Wenn ich nicht jeden Abend vor dem Fernseher einschlafen würde, hätte ich Zeit für …“

„Wenn ich die Mittagspause dazu nützen würde, ins Freie zu gehen, eine halbe Stunde zügig zu marschieren und die Gedanken fliegen zu lassen oder ziellos durch die Stadt schlendern und sich an dem zu freuen, was ich sehe, würde ich …“

„Wenn ich nicht nur den Terminkalender, sondern auch die Bedürfnisse meines Körpers und meines Herzens ernst nehmen würde, wäre ich …“