Passen Sie Ihre Karriereziele an!

Passen Sie Ihr Karriereziel an!
Passen Sie Ihr Karriereziel an!

„Sehr geehrter Herr B. …“, hieß es im Newsletter eines bekannten österreichischen Karriere-Portals an den Job suchenden B., „Leider entspricht im Moment keine der Stellen Ihren Karrierezielen. Bitte passen Sie diese an…“

Klar: Wenn die persönlichen Ziele nicht mit den Angeboten übereinstimmen, muss man irgendetwas ändern. Müssen das die persönlichen Ziele sein? Wohl eher ja, denn auf die Angebote hat man ja kaum Einfluss. Oder doch? Vielleicht wissen die Anbieter ja gar nicht, was sie wollen könnten? Vielleicht muss man sie über das persönliche Angebot gezielt informieren? Es ihnen schmackhaft machen? Marketing betreiben? Selbstmarketing? Irgendwie peinlich!? Weil man nicht dahintersteht? Dann sollte man seine (Karriere-)Ziele tatsächlich überdenken. Aber nur dann!

Wenn das Wörtchen wenn nicht wäre …

Schlagzeuger ohne Schlagzeug und Proberaum? Kein Problem für diesen Musiker...
Schlagzeuger ohne Schlagzeug und Proberaum? Kein Problem für diesen Musiker…

“Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich ein Buch schreiben.” Wenn ich mir eine Auszeit nehmen könnte, hätte ich tausend gute Geschäftsideen.” “Wenn jeden Tag die Sonne schiene,  wäre ich viel besser gelaunt.” “Wenn ich nicht ins Büro müsste, würde ich viel mehr Sport machen, gesünder essen, überhaupt einen gesünderen Lebensstil haben, gertenschlank sein!” “Wenn nur, ja wenn …?“

Tatsache ist: Es gibt Leute, die schreiben ihr Buch, auch wenn sie wenig Zeit haben. Es gibt Leute, die haben eine gute Geschäftsidee, auch wenn sie sich keine Auszeit nehmen. Es gibt Leute, die sind meist gut gelaunt, auch wenn nicht jeden Tag die Sonne scheint. Und es gibt Leute, die jeden Tag ins Büro gehen und trotzdem sportlich und schlank sind, gesund essen, einen gesunden Lebensstil haben.

Also, Schluss mit den Ausreden. Wenn man etwas wirklich will, findet man Wege, um es zu erreichen.

Vielleicht hilft folgendes Gedankenspiel zum ersten Schritt in die richtige Richtung:

„Wenn ich nicht jeden Abend vor dem Fernseher einschlafen würde, hätte ich Zeit für …“

„Wenn ich die Mittagspause dazu nützen würde, ins Freie zu gehen, eine halbe Stunde zügig zu marschieren und die Gedanken fliegen zu lassen oder ziellos durch die Stadt schlendern und sich an dem zu freuen, was ich sehe, würde ich …“

„Wenn ich nicht nur den Terminkalender, sondern auch die Bedürfnisse meines Körpers und meines Herzens ernst nehmen würde, wäre ich …“

Bevor ich sterbe…

Before I die...
Before I die…

… möchte ich saftige Tomaten züchten, ein Buch schreiben, mit meinem Enkel spielen, mit meiner Mutter nach Paris fahren, Hogwarts besuchen oder einfach einen Unterschied machen …

Wer hat sie nicht, die Herzenswünsche, die unerfüllten Träume. Sie können klein, einfach realisierbar sein (Tomaten) oder vielleicht nicht ganz so einfach umsetzbar (Buch). Für die Umsetzung mancher Träume braucht man einiges an Phantasie  (Hogwarts besuchen) und manche können vom Moment zur Lebensaufgabe werden (einen Unterschied machen).

Fest steht: Es lohnt sich auf alle Fälle, sich über seine kleineren und größeren Herzenswünsche Gedanken zu machen. So kommt man ihrer Erfüllung ein großes Stück näher.

Lebenskünstler

Arjen beschloss, Künstler zu werden.
Arjen beschloss, Künstler zu werden.

Eine Frau war der Grund, warum es Arjen van den Eerenbeemt (geb. 1958) 1986 aus Maastricht in die USA verschlug. Er lebte nördlich von San Francisco, dann im Wintersport-Ort Aspen in Colorado und in der Künstlerkolonie Santa Fe in New Mexico, wo er sich als Masseur sein Geld verdiente. Bereits in Aspen experimentierte er mit Licht und Plexiglas. Anfang der 1990er Jahre übersiedelte er nach Tucson,  Arizona, und beschloss, Künstler zu werden. “Ausschlaggebend dafür war die Erkenntnis, dass ich keine berufliche Identität habe.” Sehr rasch war ihm klar, welchen Anforderungen seine Kunst genügen soll: “Sie muss neuartig sein, originell, kostengünstig und rasch herstellbar – ausserdem muss ich meine Seele hineinlegen können.” Licht faszinierte ihn und reflektierendes Metall erschien ihm das geeignete Medium, um es in Szene zu setzen.

Aryens Atelier: Kreatives Durcheinander
Arjens Atelier: Kreatives Durcheinander

Es folgten sieben erfolgreiche Jahre, in denen er sich als Künstler unter dem Namen Aryen Hart einen Namen machte. Eine Frauengeschichte, ein Abstecher nach New Orleans, wo er die Verwüstungen des Hurrikans Katrina erlebte, der Kauf eines teuren Druckers und die Rezession bereiteten diesem Erfolg ein jähes Ende. Seiner professionellen Identität ist der Künstler treu geblieben, auch wenn sie ihn derzeit zu einem bescheidenen Lebensstil zwingt. Spiritualität, Meditation und Reflexion helfen ihm, seinen Humor nicht zu verlieren und positiv an die Dinge heranzugehen. Was er sich wünscht: “Als Künstler zu arbeiten und daneben Workshops zu veranstalten, wo ich Menschen helfen möchte, ihr kreatives Potenzial zu entwickeln.” Tucson ist Arjen nach fast zwanzig Jahren zu eng geworden. Am liebsten würde er in Aix-en-Provence in Südfrankreich leben. In Tucson zu bleiben kann er sich aber vorstellen – unter einer Bedingung: “Für eine Frau würde ich das tun – liebevolle menschliche Beziehungen sind das Wichtigste im Leben.”

www.aryenhart.com